m Samstag, 08. Juli fand das dritte Bundesligarennen der Saison in Düsseldorf statt. Im Rahmen der Finals wurden an diesem Wochenende zeitgleich auch die deutschen Meister auf der Sprintdistanz ermittelt. Für diesen besonderen Anlass haben sich zusätzlich zum üblichen Athleten-/Betreuertross auch noch ein etliche Supporter auf die Reise gemacht, was die Jungs sehr freute und motivierte. So ging es dann Freitagvormittag für die Athleten und mittags dann für Betreuer und Supporter in zwei Bussen und mehreren PKW gen NRW.

Für die Jungs gab es nach dem Einchecken im Hotel den obligatorischen Streckencheck, während der Rest sich noch durch den Verkehr kämpfte. Abends waren wir zusammen beim Italiener, die Jungs trafen anschließend die letzten Vorbereitungen fürs Rennen und dann ging es zeitig zu Bett.

Am Samstag dann Raceday. Aufgrund der Startzeit am Vormittag um 10:30 fiel das Frühstück nicht allzu ausgiebig aus. Die Wege waren dank der Lage des Hotels sehr kurz, so sind die Jungs zur ersten Wechselzone nicht mal aufs Rad gestiegen, sondern haben die knapp 300 Meter geschoben. Die Wechselzone 1 befand sich dabei auf einer Brücke über den Medienhafen, in dem es zuerst zu schwimmen galt. Hier wurden also die Räder geparkt und dann in Wechselzone 2 – direkt vor dem Landtagsgebäude – noch die Schuhe abgestellt. Dann aber schnell in den Schatten, denn bereits morgens hatten wir deutlich über 30°C. Am Himmel war keine Wolke zu sehen, sodass die Sonne brannte. Nach entsprechend kurzem Einlaufen und -schwimmen erfolgte das LineUp und das Rennen begann für uns mittig rechts vom Ponton. Während ich oben von der Brücke bestens das Feld im Hafenbecken im Blick hatte, war auch an der Kaimauer kaum ein freier Platz. So verfolgten bestimmt ein paar Hundert Leute, wie Consti und Junias nacheinander als 26. und 39. aus dem Wasser die 72 Stufen hoch zur Wechselzone liefen. Consti erwischte Radgruppe 2, Junias war in Gruppe 3 kurz dahinter. Im hinteren Feld kamen dann Friedrich als 59. und Daniel als 69. aus dem Wasser. Während Friedrich sich in Gruppe 4 wiederfand, verpasste Daniel diese knapp und musste mit dem Bargteheider Oli Nissen zu zweit hinterherfahren. Robbin erlebte leider Ähnliches wie am Schliersee, denn er verließ wieder als letzter Athlet das Wasser. Auch wenn der Abstand zum Vorletzten gefühlt kleiner war als noch beim Wettkampf davor, war er zunächst auf sich allein gestellt. Vorne ging währenddessen die Post ab. Junias hatte gemeinsam mit einem weiteren Athleten seine Gruppe fast an die Gruppe 2 um Consti rangefahren als es dort zu einem Sturz kam, der auch Consti nicht verschonte. Auch wenn nichts Schlimmeres passiert ist und beide weiterfahren konnten, war Constis gute Position weg und Junias Arbeit damit umsonst gewesen. In der Zeit ist dann sogar Gruppe 4 mit Friedrich herangefahren. Neue Rennsituation war also zwei kleine Gruppen vorne und dann eine große Gruppe 3 mit Juni, Friedrich und Consti. Auch wenn sich Daniel und Oli gut abwechselten gelang es ihnen nicht nach vorne aufzuschließen, sodass der harte Aufwand ohne Ertrag blieb. Ebenso Robbin, der auf dem Rad zwar ein paar Jungs überholen konnte, von denen aber niemand mit ihm weiterfahren konnte. So stiegen unsere ersten drei Jungs in einer großen Gruppe vom Rad, wohingegen Daniel nur von Oli begleitet wechselte. Wir Betreuer und Supporter hatten uns bereits an die Laufstrecke gestellt und warteten geduldig bis wir unsere Jungs erkennen konnten um dann Zwischenstände durchzugeben und anzufeuern. Auf Robbin mussten wir dabei vergeblich warten, denn er erreichte T2 erst kurz bevor die Spitzengruppe die erste von drei Laufrunden beendete und dann durch T2 lief. Statt – wie von uns gehofft – mit der Spitze zwei Runden gemeinsam zu laufen und noch einige Athleten einzuholen, wurde Robbin schon vor der letzten Disziplin aus dem Rennen genommen. Beim Laufen hat dann niemand einen wirklichen Sahnetag erwischt. Junias und Friedrich hatten trotz der Aufholjagd auf dem Rad noch die besten Beine, die Laufleistung war in Ordnung und die beiden kamen nacheinander als 58. und 59. ins Ziel. Möglicherweise vom Sturz beeinflusst konnte Consti sein ganzes Laufpotential nicht abrufen und musste Juni und Friedrich wie auch weitere ziehen lassen (Platz 66). Daniel gab auch alles nach dem harten Radpart, was schlussendlich Platz 69 bedeutete. War es am Schliersee von Leistung und Platzierung noch ein Schritt nach vorne, mussten wir uns auch sturzbedingt dieses mal wieder mit dem letzten Platz abfinden. Nicht das Ergebnis auf das wir gehofft hatten und mit dem vielleicht geliebäugelt wurde. Mit etwas getrübter Stimmung wurde dann ausgecheckt und wir sind erstmal zurück ins Hotel um das Ergebnis sacken zu lassen und der Hitze zu entkommen. Nachmittags wurde sich zunächst gemeinsam mit Nina ausgerollt und später waren wir noch kurz in der Stadt unterwegs und haben dann den Abend nett auf dem Hoteldach ausklingen lassen.

Am Sonntag haben wir dann gut gefrühstückt und uns um kurz nach zehn das Frauenrennen angesehen. Bei ähnlichen Temperaturen wie am Vortag erzielte Lena Miller, sonst für Tübingen in der Bundesliga aktiv, in der DM-Wertung einen guten 43. Platz. Nach dem Rennen haben wir ausgecheckt und uns dann wieder auf den Rückweg gemacht.